Mountainbike-Route Nr. 3 um Heiligenstadt

Am 2. Oktober habe ich mich ein weiteres Mal nach Heiligenstadt aufgemacht, um die noch fehlende Mountainbike-Route Nr. 3 mit der Bezeichnung Matzenstein zu fahren. Nachdem sich die bereits vorangegangenen zwei Routen im direkten Vergleich als sehr unterschiedlich präsentierten, war ich sehr gespannt, was mich diesmal erwartet.

Das Wetter war jedenfalls bestens. Der Altweibersommer zeigte sich noch einmal von seiner schönsten Seite. Am Thermometer konnte man angenehme 28 C° ablesen. Bei blauem Himmel, strahlendem Sonnenschein und stellenweise leichtem Wind herrschten quasi optimale Bedingungen. Das wieder eine Spiegelreflexkamera mit auf die Tour muss war obligatorisch.

Die Mountainbike Route Nr. 3 um Heiligenstadt in der Übersicht

Routenplanung

Den GPX-Track für die Route habe ich mir diesmal von Franken-Tour geladen. Franken-Tour ist übrigens eine sehr empfehlenswerte Seite mit einer Vielzahl an Tourenvorschläge, sowohl für Road-Bikes, als auch für MTBs – und die Touren starten meist in Erlangen. Nachdem ich die GPX-Datei geladen hatte, studierte ich sie noch kurz in Garmin Basecamp, damit ich zumindest grob wusste, wo es lang geht.

Auf dem Weg nach Heiligenstadt

Nachdem mir das Auto, mit dem ich für gewöhnlich zu MTB-Touren aufbreche, samt dem luxuriösen Fahrradträger, der den Mountainbike-Transport sehr komfortabel macht, nicht zur Verfügung standen, habe ich mein eigenes Auto nehmen müssen. Ich sag mal, ich fahre ein Auto – naja – das jetzt nicht unbedingt für den Transport von Mountain Bikes gebaut wurde.

Rad raus und Sattel runter – und schwupps die wupps passt das MTB auch in meinen Kofferraum

Aber egal. Wo ein Wille, da auch ein Weg. Und im Winter funktioniert ’s ja auch – mit den unendlich vielen Skier im Auto.

Die Fahrt durch die Fränkische war wie immer an solchen sonnigen, schönen Sonntagen: etwas schleppend und zähflüssig. Aber nach ca. 50 Minuten Fahrzeit habe ich auch diesmal das Ziel erreicht.

Die letzte Chance?

Was mir diesmal auffiel: Der Parkplatz am Heiligenstädter See war nahezu voll – sonst parkten hier immer nur 3-4 Autos.

Ziemlich voller Parkplatz am Heiligenstädter See

Es erweckte fast den Anschein, dass an diesem warmen, sonnigen Sonntag – vielleicht der letzte in diesem Jahr – noch mal alle das Wetter und die Natur genießen wollten.

Hey ho, let’s go

Aber egal, ich hatte relativ schnell einen optimalen Stellplatz gefunden und begann mit der Montage von Rad und Sattel. Noch schnell ein paar Fotos gemacht und um ca. 15.30 Uhr die 33 km lange Route Matzenstein gestartet – immer den Schildern mit der Nr. 3 nach.

Heute steht die Route Nr. 3 „Matzenstein“ auf dem Plan

Zeitlich sollte es kein Problem sein, bis zum Einbruch der Dunkelheit wieder zurück zu kommen, schließlich sind es ja nur 33 km bei 600 Höhenmeter. Aber das dachte ich ja schon öfters mal. Hehe.

Die Streckenführung

Die Tour beginnt so wie die vorhergehende Tour, also MTB2, endete. Dabei fiel mir auch just auf, dass ich damals die MTB2 nicht so ganz korrekt abgeschlossen habe. Ich vermute, das lag an der zum Ende hin bereits vorherrschenden Dunkelheit und dem drohenden Unwetter. So habe ich eine kleine Abzweigung übersehen und bin über die Hauptstraße zurück gefahren. Aber das war ja bereits bei der Route MTB2. Jetzt zurück zur MTB3-Route.

Die Streckenführung ist sehr abwechslungsreich und spannend. Mir hat sie jedenfalls jede Menge Frohsinn bereitet, insbesondere auf den leicht abschüssigen welligen Trails auf Gras. Phänomenaler Fahrspaß!

Wobei ich auch erwähnen muss, dass ich mich zu Beginn – noch auf dem Streckenabschnitt, welcher auch das letzte Teilstück von MTB2 ist – sauber verkachelt habe und einfach nicht abgebogen bin, obwohl ein großer Wegweiser mit dem Streckenschild für mich bereit stand und mir die richtige Richtung anzeigte.

Kleiner Umweg von ungefähr 2 km: kommt manchmal vor

Waldweg: Bei Dunkelheit und Nässe stellenweise sehr anspruchsvoll

Scheinbar wollte ich wissen, wie der Weg durch den Wald, welchen ich vor zwei Wochen bei absoluter Dunkelheit fuhr, bei Tageslicht aussieht. Hehe. An machen Stellen war’s ganz harmlos, an anderen hätte es mich nachts eigentlich ordentlich würfeln müssen.

Holla, die Waldfee

Die Route war immer gut befahrbar, außer an zwei Stellen: Zum einen gab es einen kurzen, sonnengeschützten, ungefähr 50 m langen, sehr steilen Anstieg auf Gras. Wenn die Wiese trocken ist, mit Sicherheit fahrbar, war sie aber nicht – also Achterbahn.

Bei der zweiten Stelle handelt es sich um eine circa 100 m lange Abfahrt durch den Wald. In der offiziellen Streckenbeschreibung wird das Teilstück mit Abfahrt über lose Gesteinsbrocken beschrieben, was noch Raum für Interpretation lässt. Neugieriger macht da schon das Schild – übrigens das einzige seiner Art auf allen drei Routen – vor der Abfahrt.

Geröllabfahrt: was verbirgt sich hinter diesem Schild?

Was verbirgt sich hinter diesem Schild? Naja, ich werd’s ja sehen. Nur noch schnell den Helm – ja, ich fahre mittlerweile auf mir unbekannten und als MTB-Route ausgeschilderten Strecken mit Helm – fester gezogen und das Mobiltelefon im Rucksack aus dem Vorderfach in das Hauptfach verlagert – wäre ja blöd wenn bei einem Sturz auf den Rücken als erstes das Telefon kaputt ginge – und schon konnte es losgehen. Während ich da so am rumwurschteln war, machte ich mir – ließ sich nicht vermeiden – so meine Gedanken, was mich erwarten könnte.

Geröllabfahrt: Coole Sache für geübte Fahrer

Ich will es mal mit einer Ski-Abfahrt auf der Harakiri vergleichen: Desto länger man an oben an der Kante stehen bleibt, desto mehr denkt man nach – versucht sich die Vernunft durchzusetzen – und desto weniger macht dann die Abfahrt Spaß. Als lieber gleich runter. Schlussendlich fuhr ich dann mit einer ordentlichen Portion Respekt auf das Teilstück. Und was soll ich sagen? Zu recht!

Der Herbst kommt

Neben dem Fahren nahm ich mir hier und da noch ein bisschen oder ein bisschen mehr Zeit um einige Bilder zu machen. Man konnte es überall sehen: der Herbst steht vor der Tür. Die Blätter der Bäume und Sträucher wechseln fröhlich ihre Farben und in der Landwirtschaft werden die letzten Ernten eingebracht.

 

Die Tourdaten

Die Eckdaten im Garmin habe ich mal wieder nicht fotografiert, deshalb zeige ich sie kurz in einer kleinen Tabelle.

Attribute Werte
Datum 02.10.2011
Startzeit 15:32 Uhr
Distanz 29,50 km
Aktive Dauer 2:14:23
Totale Dauer 3:31:08
Anstieg (Höhenmeter) 671 m
Durchschnittliche Geschwindigkeit 13,2 km/h
Minimale Geschwindigkeit 2,2 km/h
Maximale Geschwindigkeit 47,5 km/h
Durchschnittlicher Pace 4:33 min/km
Minimaler Pace 27:52 min/km
Maximaler Pace 1:16 min/km
Durchschnittliche Herzfrequenz 143 bpm
Kalorien 1879 kcal
Temperatur 28° C

Fazit

Die MTB Tour Nr. 3 um Heiligenstadt empfand ich als eine sehr abwechslungsreiche, eher kurze Strecke mit einer angenehmen Verteilung von Anstiegen und Abfahrten. Würde ich in Heiligenstadt wohnen, wäre die MTB3 sicherlich eine meiner Trainingsrunden.

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