Defekter Verschluss an der Nikon D3100, oder so

Zugegeben, ich staunte nicht schlecht, als ich neulich in den Stubaier Alpen durch den Sucher der Nikon D3100 blickte. Das Bild war dunkler als sonst. Hmm naja, dachte ich mir, machst‘ halt mal weiter – vielleicht liegt’s ja am Umgebungslicht. Der Blick auf den Monitor hat mich dann aber vollends irritiert. Nur schwarze Bilder – lediglich ein kleiner Streifen am oberen Rand lässt das Motiv erahnen. Hab ich etwa noch den Objektivdeckel drauf? Kann ja nicht sein – im Sucher hab ich ja was gesehen.

Fehlerbild: Die Nikon D3100 nimmt nur noch einen Bruchteil des Motivs auf. Was ist da los?

In dem Moment war ich etwas überfragt. Was könnte das sein? Hab ich irgendwo irgendwas verstellt? Kann das sein? Mit der Kamera kenn’ ich mich doch aus. Hilfe, was ist hier los?

Aber naja, hilft ja nix, das Bild will gemacht werden. Also hab ich kurzerhand einfach die zweite Kamera – die Fujifilm X10 – aus dem Rucksack gezogen und das Bild gemacht. Es war eher ein Zufall, dass ich an diesem Tag zwei Kameras dabei hatte, aber in dem Moment fand ich’s sau cool. Hehe.

Lichtblick im Stubaital. Fotografiert von der Talstation Pfaffengrat. Bearbeitet (extrem) in Adobe Lightroom

Wieder zuhause angekommen beschäftigt mich die Problematik doch ein bisschen. Es scheint als ob der Spiegel nicht mehr hochklappen würde. Hmm … dachte ich mir. Muss ich ihn eben überlisten. Also wollte ich mal ein Bild im LiveView-Modus machen. So, und jetzt war’s passiert. Im Display stand nur noch Fehler irgendwas. Dumdidum. Deshalb habe ich mich telefonisch an den Nikon Service Point in Dresden gewandt und mein Problem geschildert. Der freundliche Mitarbeiter meinte nach meiner Fehlerbeschreibung sogar es könnte der Verschluss defekt sein. Ich meinte dazu nur „auweia“ und hab mich im Anschluss noch kurz nach der Garantiezeit erkundigt. Ein Jahr Garantie und ein Jahr Gewährleistung. Puuuh … gerade noch im Rahmen. Hehe.

Also kurz bei Nikon vorbei geschaut, Formular ausgefüllt, Kamera ordentlich verpackt und Adressaufkleber ausgedruckt. Und ab ging die Post.

Nach fünf Werktagen hatte ich die Nikon D3100 zurück

Nikon D3100: frisch repariert und gut verpackt

Und das coolste: ich hatte noch Garantie. Hehe

Fünf Werktage später hatte ich die wieder tadellos funktionierende Nikon D3100 zurück. Ob’s wirklich ein defekter Verschluss war kann ich nicht sagen – ist mir eigentlich auch ziemlich egal, solange sie wieder funktioniert. Und das tut sie. Hehe.

Warum ich meine Kameras nach Dresden schicke?

Nikon (das Headquater) ist ja eigentlich der Meinung, meine Geräte müssten zum Service Point München. Aber als ich vor ungefähr drei Jahren das erste Mal den Nikonreparaturservice benötigte (ich hatte probiert was passiert wenn eine D300 samt 18-200 mm Objektv vom Stativ auf Betonboden kracht) hatte ich in Bezug auf Nikon-Werkstätten etwas recherchiert. Dabei kam der Service Point in München in verschiedenen Foren nicht besonders gut weg. Ich habe das nie selbst überprüft und es ist wahrscheinlich so, dass auch der Nikon Service Point in München ganz hervorragende Arbeit leistet.

Der Nikon Service Point in Dresden dagegen wurde hoch gelobt. Also sendete ich meine defekte Nikon dorthin. Es war eine gute Entscheidung. Ich war ziemlich überrascht, in welch kurzer Zeit die Techniker in Dresden damals die vielen kleinen Einzelteile von Kamera und Objektiv wieder zu einem funktionierendem Ganzen zusammengefügt hatten. Vier Werktage oder so. Ging echt recht fix.

Deshalb musste ich auch diesmal nicht überlegen und vertraute ihnen auch die Nikon D3100 an. Mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden, und das wollte ich mal sagen. Hehe.

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