MTB-Tour im Trubachtal

Ein Blick am Abend vom Spiegelfelsen in Mostviel Richtung Ebermannstadt

Ziemlich spontan beschloss ich gestern, eine kleine abendliche Runde mit dem Mountainbike zu drehen. Das Wetter lud ja mit blauem Himmel und viel Sonnenschein bei frischen 12° C Grad förmlich dazu ein. Also nicht gerade warm, aber das kann man ja ganz leicht ändern – durch die Tourenplanung. Hehe.

Meine Tourenplanung

Für gewöhnlich fahre ich unter der Woche nur mir bereits bekannte Touren. Zum einen um mir die Streckenplanung im Vorfeld zu ersparen und zum anderen kann ich dadurch den Zeit- und Kraftbedarf besser abschätzen, was mir an Wochentagen eigentlich wichtig ist. Eigentlich – diesmal nicht. Ich wollte neue, mir bis jetzt unbekannte Wege und Trails erkunden.

Schnelle Routenplanung mit Garmin BaseCamp und den OpenMTBmaps

Also flugs Garmin BaseCamp gestartet und auf Basis der OpenMTBmaps für Bayern die Route geplant und als GPX-Track auf den Garmin Edge 705 übertragen. Jetzt noch schnell das Bike ins Auto und ab nach Egloffstein, wo die Tour begann.

Unterwegs

Die Tour begann ich, zunächst noch auf mir bekannten Wegen, in Egloffstein. Viel später als geplant, um 19.20 Uhr, fuhr ich auf dem Single-Trail ähnlichen Rad- und Wanderweg am Freibad vorbei Richtung Mostviel. An Wochentagen Abends macht dieses Teilstück wirklich ordentlich Spaß. Klare Empfehlung. An Sonn- und Feiertagen in Kombination mit schönem Wetter sollte man hier mit Rücksicht auf die Fußgänger aber entsprechend langsamer fahren. Hehe.

In Mostviel angekommen führte mich die Strecke ein kurzes Stück, an der Gaststätte Schlossblick vorbei, die Hauptstraße entlang, bevor ich am Ortsausgang nach links auf den Radweg abbog. Nach geschätzten 750 Metern endete der Radweg und ich folgte einer Flurstraße über die Trubach. Jetzt kommt eines meiner Lieblingsteilstücke. Ein leichtes auf- und ab auf einem welligen Singeltrail, im Wald, der Trubach folgend bis nach Schweinthal.

Ab jetzt sind die Wege neu, oder besser mir unbekannt. In Schweinthal querte ich die Trubach und die Staatsstraße 2260 erneut und nahm einen 2,35 km langen Anstieg mit ca. 217 Höhenmeter. Der Weg führt am Hängenden Stein vorbei Richtung Wichsenstein. Auf dem selben Weg, etwas später, kurz vor Wichsenstein, weckte ein Schild mit der Aufschrift „Zur Wolfsschlucht“ mein Interesse. Leider konnte ich dem aus Zeitgründen diesmal nicht nachgehen – aber das hole ich bei einer der kommenden Touren nach.

Am Sportplatz vorbei, in Wichsenstein angekommen führte der weitere Weg erst kurz über Asphalt, bevor eine kleine, aber sau coole Abfahrt über Wald- und Flurwege den Spaßfaktor enorm steigerte. Anschließend folgte ein kleiner, wirklich sehr kleiner Anstieg und Bieberbach war in Sicht. Ich finde die Straßenführung in Bieberbach ziemlich verwinkelt und kann sie mir nie, nicht mal wenn ich mit dem Auto durchfahre, merken. Zum Glück hatte das Garmin Edge 705 damit keine Probleme. Er führte mich souverän durch die Straßen von Bieberbach bevor ich die Ortschaft Richtung Affalterthal verließ, jedoch bereits kurz nach dem Ortsende wieder rechts in einen Feldweg einbog. Daraufhin umrundete ich erstmal völlig unplanmäßig den Langenstein, weil ich mich entweder am Display verschaut habe oder der Garmin den Weg falsch anzeigte (Lücke in der Routenplanung) oder irgendwie ein Mischmasch aus beiden. Hehe.

Wieder auf dem richtigen Weg folgte eine hammer mäßige Abfahrt auf einem engen, verwurzelten Waldwanderweg Richtung Schlehenmühle. Bei trockenem Wetter gut zu fahren, aber ich glaube wenn es nass ist wird’s an dieser Stelle sehr spannend. Hehe. Nach einem Kilometer bog ich links auf einen weiteren Waldweg, teils besonders abenteuerlich, bis ich nach weiteren 2,3 km auf mehr oder weniger gut befahrbaren Pfaden den Altenreuth umrundete und den Aussichtspunkt „Spiegelfelsen“ oberhalb von Mostviel erreichte.

Der Spiegelfelsen, ein idealer Ort, um mal fünf Minuten Pause zu machen, die Aussicht – Sonnenuntergang in der Fränkischen Schweiz – zu genießen und dabei ein paar Bilder aufzunehmen. Auch das in diesem Artikel gezeigte Bild entstand dort – übrigens mit der Fujifilm X10.

Sonnenuntergang – so schön so was sein mag – heißt aber auch, es wird finster. Blöd nur, wenn zu diesem Zeitpunkt noch ein Wegstück nichtbekannter Länge auf nichtbekanntem Terrain vor einem liegen. Aber was soll ich da sagen. Ich bin’s ja fast nicht anders gewöhnt. Hehe.

So folgte nach dem Aussichtspunkt noch ein kleiner Anstieg, bevor ich nach einer erneuten, enorm spaßbereitenden Abfahrt auf Wald- und Schotterwegen endlich Affalterthal erreichte. In Affalterthal musste ich einen kleinen, etwas intensiveren Anstieg auf Asphalt meistern, bevor ich nach einem kleinen Abwärtsstück auf einem etwa einem Kilometer langen Teilstück eine sanfte Steigung auf den Hochstein bewältigte.

Nach einer kurzen Abfahrt auf einer asphaltierten Flurstraße führte der Streckenverlauf bei fortgeschrittener Dunkelheit noch mal in den Wald und präsentierte hier kurz vor Schluss noch die anspruchsvollste und steilste wenn auch kürzeste Abfahrt der ganzen Tour. Dazu kommt dann noch, dass es im Wald ja quasi schon Nacht war. Mit dem gerade noch vorhandenen Restlicht konnte ich den Weg, samt den darauf befindlichen großen, losen, flachen Kalksteinen gerade noch so erkennen. Im Nachhinein betrachtet war es wahrscheinlich besser, dass ich nicht mehr gesehen habe. Höhö.

Nach der Bewältigung des doch sehr spannenden Streckenabschnitts sollte man es tunlichst vermeiden, Haut, z.B. zwei Finger, evtl. zu Testzwecken, mit den Bremsscheiben in Kontakt zu bringen. Die sind dann nämlich heiß! Sau heiß! Wirklich! Ich hab’s probiert. Hehe.

Diese Waldabfahrt endete ganz in der Nähe des Freibads, genauer, in der Dr.-Neumeyer-Str. in Egloffstein, sodass es nur noch wenige hundert Meter auf einer öffentlichen Straße bis zum Ausgangspunkt waren. Genau wie geplant. Hehe.

Karte

Für die visuelle Darstellung der oben beschriebenen Route habe ich die Strecke nachfolgend in Google Maps eingetragen.

Die GPX-Datei der Tour kannst Du Dir hier downloaden.

Fazit

Eine absolut supergute Tour, mal für Zwischendurch. Ist mir gut gelungen. Hehe. Die Strecke hat eine Länge von 17,6 km und 410 Höhenmeter (gemessen mit Garmin Edge 705) bzw. 570 Höhenmeter (laut Google Earth). Ich habe für die Runde 93 Minuten Fahrzeit bei einer Gesamtzeit von 116 Minuten benötigt.

Die Höhen- und Streckenangaben basieren auf den Daten des Garmin Edge 705 (Firmware 3.3, seit 12.05.2012), die während der Tour aufgezeichnet wurden. Teilstrecken und Höhendifferenzen habe ich mit RubiTrack nachgemessen.

2 Kommentare

  1. da sag ich nur..

    hehe
    höhö
    hihi (achne…)

    ansonsten netter bericht… hehe
    regt zum nachfahren an höhö

    *ggggg*

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