„Rainy Evening“ in Pottenstein

Donnerstagabend brachen mein Fotobuddy Markus und ich zu einem kurzen Fotowalk nach Pottenstein auf. Ziel war die Hochfläche oberhalb der Burg, welche Pottenstein über einen  beeindruckenden Panoramaweg mit Elbersberg verbindet. Die Vorzeichen waren gut. Die ganze Woche herrliches Wetter und zum Tagesende imposant gefärbte Himmel.

Das Wetter war schön, die Woche über

Aber es kam wie es kommen musste. Kurz bevor wir nach Pottenstein in der Fränkischen Schweiz aufbrechen wollten, so gegen 19.00 Uhr passierte es: Wolkenbruch! Aber nicht nur ein bisschen, sondern ordentlich, quasi für Erwachsene. Hehe.

Ganz optimistisch war ich davon überzeugt, dass es bald zu regnen aufhört sich ein paar interessante Motive bieten werden. Ich dachte so an aus den Tälern aufsteigenden Dunst vor der beeindruckten Kulisse der Fränkischen Schweiz im Abendrot.

So starten wir die Tour Richtung Pottenstein mit leichter Verspätung, trotz grauem und wolkenverhangenem Himmel. Wird schon werden, vielleicht reißt der Himmel ja noch auf.

Ich als Beifahrer auf dem Weg nach Pottenstein in der Fränkischen Schweiz

War aber nicht. Kurzes Zwischenfazit als wir ankamen: Gesamtsituation eher suboptimal für Landschaftsfotografie. Aber wenigstens regnet es nicht mehr. Hmm, naja, aber jetzt wo wir schon mal da sind können wir auch ein paar Bilder machen.

Ziemlich schnell war klar, dass das heute nichts mehr wird, mit tollen Himmel. Aber immerhin stieg hier und da im Tal etwas Dunst vom Regen auf. Später – natürlich auf weiter Flur – fing es wieder zu Regen an. Aber da wollte ich jetzt durch.

Idee zur Nachbearbeitung

Beim Verlassen von Pottenstein konnte ich noch nicht einschätzen, ob sich der Abend gelohnt hat oder ob die Bilder was geworden sind. Ob sie mir gefallen werden. Nach dem Import in Lightroom hielt sich die Begeisterung erstmal in Grenzen. Alles so grau, flau, trist und nass – Regenwetter eben.

Ich hatte keine Ahnung, in welche Richtung die Entwicklung überhaupt gehen soll, bis ich mich an folgende Worte eines Fotografen im Rahmen eines Workshops erinnerte: „Was du nicht verhindern kannst pushe!“ So ging ich dann auch an die Sache ran. Ich versuchte nicht mehr, die Schlechtwetterbilder in Sonnenscheinbilder zu wandeln, sondern die nasse, regnerische Stimmung zu betonen oder sogar noch zu verstärken.

Die Entwicklung in Lightroom

So schraubte ich bisschen an den Lichtern und Tiefen, der Klarheit, Dynamik und der Sättigung, begann mit einer rötlichen Teiltonung in den Lichtern und einer eher lila-farbenen Tonung in den Tiefen. Wirkte irgendwie regnerisch, aber angenehm und außerdem gefiel’s mir. Hehe. Dem Himmel verhalf ich mit einem leichten Blauverlauf zu etwas mehr Farbe. Abschließend steigerte ich die Dramatik mit einer kleinen Objektiv-Vignettierung und vor allem mit einer intensivsten Körnung.

Die Bilder des Abends

Irgendwann, nach etwas längerer Feinjustage der benannten Regler, war ich mit dem Ergebnis sogar ziemlich zufrieden und es entstand langsam eine Bildstrecke.

Blick auf die Burg Pottenstein in der Fränkischen Schweiz

Ast eines Nadelbaums auf der Hochfläche bei Pottenstein

Am Wegesrand der Finkenleite in Pottenstein

Hochfläche an der Finkenleite in Pottenstein

Blick auf Trockenhänge um Pottenstein in der Fränkischen Schweiz

Wie immer gilt, ein Klick auf die Bilder macht sie größer und mit den Pfeiltasten Deiner Tastatur kannst Du vor und zurück navigieren.

Ich kann jetzt die eingangs aufkommende Frage, ob sich der Abend fotografisch gelohnt hat, beantworten: mit ja. Wie siehst Du das?

30 sind erlaubt, und ich liefere nur 27 Bilder. Tzz.

Ups, wie konnte das denn jetzt passieren? Auf dem Schild am Wegesrand der Finkenleite steht ganz deutlich: 30 sind erlaubt. Und ich machte mit 27 tatsächlich zu wenig Bilder. Hehe.

Es regnete, es war nass

Regenbilder bringen situationsbedingt eines immer mit: Wasser. Mal mehr, mal weniger, aber nass wird’s. Mich stört das nicht, eher im Gegenteil, wenn man richtig angezogen ist macht es ungemein Spaß. Mir zumindest.

Meine Nikon D700 nach dem Fotowalk

Scheinbar tickt die Nikon D700 hier ganz ähnlich – zumindest hat ihr das bisschen Wasser so was von überhaupt nichts aus gemacht. Hehe.

Fazit

Alles in allem fand ich den Feierabend-Trip nach Pottenstein doch sehr lohnenswert. Aber keine Frage, ich werde ihn bei Gelegenheit, im Sommer, wenn sich ein imposanter Sonnenuntergang abzeichnet – ziemlich spontan – wiederholen. Vor allem weil man von der Hochfläche auf die Burg oder Pottenstein gen Westen blickt.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.