Olympus OM-D Workshops in Nürnberg

Am letzten Wochenende im Juli besuchte ich zwei Olympus OM-D Promotion-Workshops zu den Themen Landschaftsfotografie im Nürnberger Umland und Modelfotografie in der Landschaft in Nürnberg. Worum es ging, wie es ablief und vor allem welche Bilder dabei entstanden sind kannst Du nachfolgend erfahren.

Der Promotionteil

Zu Beginn des Workshops bekam jeder Teilnehmer leihweise eine Olympus E-M5 OM-D und ein weiteres Objektiv – in meinem Fall das Olympus M.Zuiko Digital 45 mm 1:1.8. Im Anschluss ging der Nürnberger Fotograf und Workshopleiter Thomas Gauck kurz auf die USPs der OM-D ein und erklärte die grundlegende Bedienung. Nach einer halben Stunde waren die ersten Fragen beantwortet, wir legten die in der Teilnahmegebühr enthaltene Speicherkarte ein und gingen raus ins Gelände um die Kamera ausführlich zu testen.

Ein erstes Bild nach der Ankunft in Beerbach

Hier beantwortete Thomas Gauck auftretende Fragen zu Kamera und Fotografie umfassend und kompetent auf sympathische, freundliche Art und Weise. Er erklärt Gradationskurven, Histogramm, Blende, Motivprogramme, Fokusmodi und was sonst noch so gefragt wurde. Ich vermute, es ist auch gar nicht so einfach, als Workshop-Leiter viele Fotografen mit unterschiedlich breitem Vorwissen unter einen Hut zu bringen.

Aber er fragte auch: „Fotografiert noch jemand in JPEG?“ Hier hat mich das Ja vieler Teilnehmer ehrlich gesagt doch ein bisschen verwundert. Insbesondere wenn man sich mal vor Augen führt, in welcher Kamera- und Preisklasse – ich würde mal sagen, doch schon eher ambitioniert – die Olympus OM-D spielt. Für das Einstiegsset legt man aktuell ungefähr 1.300 Steine auf den Tisch.

Landschaftsfotografie im Nürnberger Umland

Das Fotografieren im Gelände fand ich ein bisschen unstrukturiert. Jeder hatte eine Kamera, jeder fotografierte irgendwas und wenn wer nicht weiter kam konnte gefragt werden.

Auf Erkundungstour mit der Olympus OM-D

Aber jetzt mal genug geschrieben. Wir haben ja schließlich auch fotografiert. Hier sind meine ersten Ergebnisse des kleinen Fotowalks.

Wir waren übrigens in Beerbach, einen kleinen Ort zwischen Eckental und Behringersdorf. Die genauen Geo-Daten findest Du in den EXIF-Daten des jeweiligen Bildes – falls es Dich interessiert. Natürlich habe ich die Bilder in Lightroom, Photoshop oder den Nik Tools nachbearbeitet. Das finde ich ziemlich legitim – weil für mich zählt was am Ende raus kommt und nicht welchen Anteil die Kamera zum Gesamtergebnis beigetragen hat.

Abends bei Beerbach

Getreidefeld im Sonnenuntergang bei Beerbach

Sonnenuntergang bei Beerbach

Während wir fotografierend einer Flurstraße folgten, kam in der Gruppe immer häufiger die Frage auf, wie man die Sonnenuntergänge richtig fotografiert und wie das denn mit den HDR-Bildern so ist.

Während des Workshops „Landschaftsfotografie im Nürnberger Umland“

Auch wenn ich sonst nicht so der Freund von HDR bin, habe ich an dieser Stelle die Gelegenheit genutzt und eine Belichtungsreihe – ich glaub‘ über 5 Blenden – erstellt und sie Tags drauf im Rechner montiert.

HDR-Aufnahme von Beerbach

An einem Baum gab der Workshopleiter den Hinweis, dass sich dieser bei dem jetzigen Abendlicht hervorragend als Schwarz/Weiß-Motiv anbieten würde. Habe ich als gleich probiert. Dabei war mir aber schnell langweilig und ich hatte eine andere Idee.

Baum in der Landschaft

Ich hatte eine Kamera mit eingebautem Bildstabilisator und Zoomobjektiv in der Hand. Also was würde passieren wenn ich die Kamera auf eine lange Belichtungszeit einstelle und während des Auslösens zoome? Kaum gedacht, schon gemacht. Ich find’s ziemlich: naja, witzig vielleicht?

Treemotion 1

Treemotion 2

Natürlich kenne ich auch den Radialen Weichzeichner in Photoshop. Aber dieser kam hier nicht zum Einsatz. Der Effekt ist wirklich schon in den RAW-Files vorhanden.

Für das korrekte Geotagging der Bilder muss man irgendwann mal die Zeitverschiebung zwischen GPS-Gerät und Kamera berechnen. Geht am einfachsten mit einem Bild von der Uhrzeit des GPS-Geräts.

Geotagging mit dem Garmin Edge 705

Nach Einbruch der Dunkelheit wechselten wir noch einmal den Standort. Es ging nach Tauchersreuth. Von dort hatte man einen weiten Blick über das Land, konnte in der Ferne die Lichter verschiedener Ortschaften erkennen und die OM-D bei Nachtaufnahmen testen. Hier wären beleuchtete Tasten doch schon ziemlich nett.

Weitblick bei Nacht

Daneben habe ich in der Nacht auch noch mit bewusster Unschärfe experimentiert – nachdem ich endlich entdeckt habe, wie ich die Kamera auf manuelles Fokussieren stelle – und dabei mehr oder weniger spannende „Kunstwerke“ geschaffen.

Nach vier kurzweiligen Stunden war der erste Workshop zum Thema Landschaftsfotografie im Nürnberger Umland dann auch schon vorbei.

Modelfotografie in der Landschaft

Die beiden Workshops waren voneinander unabhängig. Deshalb begann auch der zweite Workshop Modelfotografie in der Landschaft wie der Erste: Ein paar Worte zur Olympus OM-D und deren supertollen Features. Im Anschluss wurden noch kurz die Formalitäten bezüglich Modelfotografie – Stichwort Vertrag – geklärt und die Gruppe machte sich zusammen mit drei ganz bezaubernden Models und zwei Assistenten, jeweils mit California Sunbouncer bewaffnet, auf nach draußen, um sich auch diesmal von der Qualität der OM-D überzeugen zu lassen.

Hmm, Modelfotografie – kann ich das überhaupt? Routine diesbezüglich ist ein Fremdwort für mich. Und dann noch so viele Leute drum herum. Auweia. Ich war gespannt, oder eher nervös?

Aber ziemlich unbegründet, wie sich nach kurzer Zeit herausstellte. Der Ablauf war so ähnlich wie am Vortag, einfach machen und wenn es eine Frage gibt: stellen. Auch diesmal wurden alle Fragen umfassend und kompetent beantwortet. Aber wenn ich ehrlich bin, interessierte mich heute das Kamerazeugs nicht sonderlich. Ich fand es viel spannender zu sehen, wie andere Fotografen arbeiten, interagieren oder Bildideen entwickelten.

Manuela – Modelfotografie in der Landschaft

Selbst hatte ich natürlich auch die Gelegenheit, ein paar Bilder zu schießen. An der Stelle ein großes Lob an die drei Models. Ich glaube ich könnte – und wollte – so nicht arbeiten: Umlagert von vielen Fotografinnen und Fotografen – und jeder hat eine Idee und forderte die Aufmerksamkeit der Drei. Respekt.

Nach einer gewissen Warmwerd‘-Phase lief das dann aber ganz gut, es bildeten sich kleinere Gruppen um die Models und man konnte ganz gut fotografieren – aber ein Freund der Gruppenfotografiererei werd‘ ich, glaub‘ ich, trotzdem nicht.

Meine Bildergebnisse möchte ich Dir aber deshalb nicht vorenthalten:

Manuela – Modelfotografie in der Landschaft

Manuela – Modelfotografie in der Landschaft

Manuela – Modelfotografie in der Landschaft

Manuela – Modelfotografie in der Landschaft

Manuela – Modelfotografie in der Landschaft

Nicole – Modelfotografie in der Landschaft

Nicole – Modelfotografie in der Landschaft

Nicole – Modelfotografie in der Landschaft

Christina – Modelfotografie in der Landschaft

Christina – Modelfotografie in der Landschaft

Auch beim Thema Modelfotografie in der Landschaft zählt für mich nur das Ergebnis. Soll heißen, auch hier habe ich ein wenig an den Reglern in Lightroom und Photoshop gedreht.

Meine Meinung zur Olympus OM-D

Mit der OM-D hat Olympus eine klasse Kamera gebaut. Die Bildqualität des 16 Megapixelsensors finde ich phänomenal und der Autofokus ist sau schnell. Zur Not schafft sie auch mal 9 Bilder in der Sekunde im RAW-Format. Der elektronische Sucher – ich bin kein Displaytyp – hat mich wider erwarten überzeugt bzw. nicht enttäuscht. Auch wenn ich im Anschluss Kopfweh hatte. Ich bin mir aber nicht so ganz sicher, ob das wirklich auf den Sucher zurückzuführen war. Sie kann RAW, hat ’nen manuellen Modus, Zeit- und Blendenautomatik sowie ’ne Belichtungskorrektur und die drei Messmethoden Matrix, Mittenbetonte Integralmessung und Spotmessung (wenn ich’s mal nikonisch formuliere). Mehr bräuchte ich nicht. Die ganzen restlichen Features sind für mich eher nice to have. Also im Prinzip alles top.

Die Olympus OM-D mit 12-50 mm Kit-Objektiv

Aber leider ist sie auch sau klein – und ich hab‘ große Hände. Manche Knöpfe, insbesondere auf der Rückseite finde ich überdies sehr klein, wahrscheinlich schon zu klein und es ist Glückssache ob man den richtigen Knopf trifft. Die zwei Drehräder waren quasi nicht zu bedienen, wenn ich die OM-D am Auge hatte. Schade eigentlich.

Die nicht vorhandene Größe sehe ich aber auch als Vorteil, immer dann wenn man spitzen Bildqualität bei geringem Packmaß und Gewicht braucht. Ich denke hier an längere Mountainbike-Touren, Bergsteigen, Skifahren oder Klettern. Die OM-D bringt man mit einem kurzen Objektiv halt mal locker flockig in die Brusttasche einer Berg- oder Skijacke und noch zwei weitere 1.8er Brennweiten verstaut man in der Beintasche der Hose. Und dabei wiegt das Equipment fast nichts. Im Vergleich zu einer DSLR mit Festbrennweiten gleicher Lichtstärke ein wahres Leichtgewicht.

Fazit

Ich fand – aus Olympussicht – das Veranstaltungskonzept ziemlich genial. Drücke Fotobegeisterten dein Produkt in die Hand, stell‘ ihnen jemand beiseite, der sich damit auskennt und lass ’se dann einfach machen.

Mein Geldbeutel im Tagungsraum – ich fand das Motiv in mehrerlei Hinsicht passend.

Auch ist klar, dass bei einer breiter gefächerten Zielgruppe in Ansprache, Tiefe und Inhalt der Workshops Kompromisse gemacht werden müssen. Irgendwo. Irgendwie.

Spannend war für mich, mal zu sehen, wie andere Fotografen Aufgaben angehen, Bildideen entwickeln, diese realisieren und mit Models interagieren.

Auch wenn ich in Bezug auf Fotografie an den zwei Tagen nicht viel neues gehört habe, konnte ich doch einiges mitnehmen – und sei es auch nur die Erkenntnis, ich sollte in Zukunft öfters mal Models in der Landschaft fotografieren. Hat wer Lust? Hehe.

12 Kommentare

  1. Vielen Dank Christian, die OM-D war bei dir in besonders guten Händen, sehe ich. Tolle Aufnahmen. Respekt. Es freut mich auch, daß die Kamera in der Kürze der Zeit bei dir ihren Zweck gefunden hat. Die Lightpaintings am Freitag Abend, die per Live Time aufgenommen wurden – ich denke, das war aber ein anderer Teilnehmer – fand ich noch sehr interessant. Danke auch für das coole Video. Wenns dir recht ist, poste ich den Link zu hier in FB.

    Beste Grüße

    Thomas

  2. Hi Thomas,
    danke für dein Feedback. Die Lightpaintings hat jemand anderes gemacht – hat mich aber auch beeindruckt. Den Link darfst du gerne posten. Freut mich sogar. 😉

    Viele Grüße
    Christian

  3. Interessanter Bericht und schöne Fotos. Um HDR hab ich bisher immer einen Bogen gemacht, aber wenn ich mir das Ergebnis so anschaue, lohnt es sich wohl doch sich mal damit zu befassen.

  4. Tolle Bilder. Und nachdem ich letztens deinen Schreibstil ja in Grund und Boden kritisiert habe, muss ich sagen: den Text finde ich auch richtig gut! Lässt sich gut lesen, meinem Empfinden nach. Ist mir nicht Mal währenddessen aufgefallen, weil ich da gar nicht drüber nachgedacht hatte, sondern erst am Ende, als ich dann schon durch war.

    Von den Fotos sind die nahen Portraits von Manuela meine Favoriten. Kann aber auch am Model liegen 😉

    • Hallo Thomas,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich hab mir auch Mühe gegeben beim Schreiben. 😉 Nein. Ich hab‘ den Text einfach geschrieben und versucht auf die Hehes zu verzichten.

      Viele Grüße
      Christian

  5. Wow, nicht schlecht ich bin beeindruckt 😉
    Tolle Bilder, verleiten zum Träumen. Haben mich emotional sehr angesprochen: Die Welt ist noch in Ordnung.
    Grüßle Mila

  6. Pingback: nachfokussiert.de | Blog über Fotografie

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