Der Wacom Bamboo Stylus für das iPad

Letzte Woche war ich in der Luminanz in Saarbrücken bei einem Workshop von Patrick Ludolph. Dabei ging es nur indirekt um Fotografie – es hätte genau so gut um Hundewelpen gehen können. Aber wenn ein SEO-Experte und erfolgreicher Fotograf zum Thema Online-Marketing aus dem Nähkästchen plaudert, so ist das nicht weniger interessant. Zumindest für mich. Aber das nur am Rande.

Der Wacom Bamboo Stylus im ersten Praxistest

Der Wacom Bamboo Stylus im ersten Praxistest

Noch vor Beginn des Workshops fiel mir ins Auge, dass, ich würde mal sagen, geschätzte 70-80 % der 12 Teilnehmer, ein iPad zur Mitschrift verwenden. Teils mit kleiner Tastatur, teils aber auch mit Stift. Na und dann? Dann kam ich: griff in meine Tasche, am iPad vorbei, nur stracks zu meinem Notebook.

Mein Notebook zur Mitschrift beim Workshop

Mein Notebook zur Mitschrift beim Workshop

Eigentlich schenkte ich diesem Sachverhalt keine große Bedeutung. Aber unterbewusst beschäftigte mich das Thema doch. Scheinbar. Einige Tage später wurde mir schlagartig klar, dass da wohl was an mir vorbeigezogen war.

Das kann ja wohl nicht sein! Also kurz recherchiert und den Wacom Bamboo Stylus bestellt. Ich war ja eher skeptisch. Aber ich wollte es wissen, zumindest mitreden können.

Der erste Eindruck des Bamboo Stylus

Ich muss sagen, ich war sehr positiv überrascht. Nachdem ich mich daran gewöhnt habe, dass die große, halbrunde Gummispitze elastisch ist und ich meine Handfläche beim Schreiben nicht auf das iPad legen sollte, kam ich hervorragend damit zurecht. Lässt sich’s jedenfalls drauf aufbauen.

Verwendete Software

Neue Hardware – der Stift – alleine ist in diesem Fall wenig hilfreich. Es braucht auch noch passende Software, selbst wenn der Stift – sachlich betrachtet – nur ein Ersatz für den Zeigefinger ist und auch nur dafür verwendet werden kann. Das Eingabe- und Bediengefühl ist ein ganz anderes.

Bamboo Paper

Zu erst habe ich den Stift mit der herstellereigenen Software Bamboo Paper probiert. Zwei verschiedene Stifte, Filzstift und Marker, je drei Stärken und neun Farben stehen zur Verfügung. Schreibt man, so wie ich, groß, erzielt man erste Erfolge sehr schnell beziehungsweise gleich. Selbst skizzieren war kein Problem. Kurz: man erahnt die Möglichkeiten, wird aber von der Software noch ein bisschen gebremst.

OmniGraffle für iPad

Danach habe ich in einem anderen Zusammenhang OmniGraffle für iPad probiert. Ja, doch. So macht das anfertigen von Diagrammen Frohsinn. Durch die Verwendung der Freihandfunktion kann man ihnen auch noch einen individuellen Lock geben. Sehr schön. Macht richtig Spaß, das Tool in Kombination mit dem Wacom Bamboo Stylus.

Notes Plus

Via Facebook bekam ich den Tipp für Notes Plus. Ich hab das Programm kurz entschlossen installiert und muss sagen: „Alter Schwede, ich glaub‘ des is es.“ Auch ohne ausführlichen Test. Allein das Scrollen durch das vierseitige Willkommensbuch und dem 19-seitigem Quick-Start Notebook machen eindrucksvoll deutlich, dass es sich hier keinesfalls um ein Kindergartenprogramm handeln kann.

Ich glaube, mit Notes Plus kann man auf einfache Art und Weise Skizzen, Handschrift und klassische Tastaturschrift in einem Dokument vereinen und noch vieles mehr. Hier werde ich auf jedem Fall am Ball bleiben.

Aber am Besten, du überzeugst dich selbst. Mehr Infos findest du unter notesplusapp.com oder im App-Store.

Autodesk SketchBook Pro

Zwei weitere interessante Anwendungen könnten Sketchbook Pro und Sketchbook Ink von Autodesk sein. Glaub‘ ich zumindest.

Ich habe die Sketchbook Lightversion am iPhone im Einsatz. Damit lassen sich interessante Scribbles anfertigen. Zwar nicht für den professionellen Einsatz, aber immerhin als Zeitvertreib auf längeren Bahnfahrten. Könnte mir gut vorstellen, dass das mit Stift auf größerem Display noch wesentlich mehr Laune macht. Aber natürlich funktioniert der Stift auch auf dem iPhone.

Fazit

Bis jetzt glaube ich nicht, dass der Wacom Bamboo Stylus Stift dafür geeignet ist, längere Texte oder gar Mitschriften ganzer Vorlesungen anzufertigen. Aber für eine kurze Notiz zwischendurch, beispielsweise in Meetings, könnt‘ er durchaus was sein. Ich werd’s jedenfalls mal ausprobieren.

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