Neulich, auf der Neideck

Der Plan stand. Der Termin war gemacht. Wir, mein Fotobuddy Markus, Helen und ich, wollten Portraits im Sonnenuntergang auf der Burgruine Neideck machen. Neulich standen die Chancen dafür gut. Es war Ende Juni und tagelang ein Sonnenuntergang fulminanter als der andere. Also nix wie los. Wer die Neideck kennt, weiß, dass man das Equipment mit dem Auto bis vor die Tür fahren kann.  Sehr bequem. NEIN! Natürlich nicht! Man kann geschätzt ca. 1-2 km von der Ruine entfernt parken und muss dann zu Fuß einen ziemlich knackigen Anstieg bewältigen.

Der Weg zur Ruine Neideck

Das wäre ja alles kein Problem, hätte man nicht mehrere Kisten Equipment im Kofferraum, die da auch alle mit rauf sollen. Ich kenn mich zwar, aber trotzdem. Alles muss mit. Man könnt’s ja brauchen. Stative, Sunbouncer, Blitze, Klemmen, Ersatzakkus für die Ersatzakkus der Ersatzakkus, Ersatzkamera, kompletter Objektivpark, etc … Nur damit ich am Ende die Kamera mit 1-2 Objektiven verwende. Dazu kamen dann noch die Requisiten, ein in meinen Augen riesiger Berg Schuhe, Kleider und viel Kleinzeugs.

Zum Glück hatte ich mitgedacht und noch ‘nen Bollerwagen in den Kofferraum gestopft. Frag’ net. Also alles da darauf, mit Gummispannbändern befestigt und los.

Man musste zwar ordentlich ziehen, aber es ging. Außerdem waren wir ja zu zweit. Markus und ich. Alles wunderbar. Etwa bis zur Hälfte der Wegstrecke. Da verwandelte sich unser vierrädriger Bollerwagen vollautomatisch in einen Dreirädrigen. Heidanei.

Mal schnell ein Rad samt Schrauben verloren. Letzteres war, wie sollte es auch anders sein, auf dem Weg mit feinem Kies, nicht mehr auffindbar. Hmm, naja, ein bisschen Schwund is immer und wir haben den zweiten Teil des Weges einfach etwas improvisiert, getragen und geschoben.

Auf der Burgruine Neideck

Oben angekommen kam ich drauf: irgendetwas stimmte nicht. Mit dem Licht. Und überhaupt: Wieso hängen hier so viele Wolken rum und wo ist die Sonne? Aber egal, was soll’s, wir wollen ja Portrait-Fotos machen, das geht auch ohne Sonne. Eigentlich sogar besser.

Outdoorfotografie mit Helen auf der Burgruine Neideck

Thinking

Relaxing

Outdoorfotografie mit Helen auf der Burgruine Neideck

Dreaming

Outdoorfotografie mit Helen auf der Burgruine Neideck

Outdoorfotografie mit Helen auf der Burgruine Neideck

Fear of the dark

Na endlich, der Sonnenuntergang

Nein, natürlich nicht. Es kam noch besser. Mittendrin erwischte uns ein ordentlicher Regenschauer. Ich fing hektisch an, das Equipment zusammen zu räumen. Bis es mir wie Schuppen von den Haaren fiel: „Der ganze Krempel war teuer genug, der muss das aushalten.“ Also wurden aus Portraits im Sonnenuntergang einfach Portraits im Regen.

Outdoorfotografie mit Helen auf der Burgruine Neideck

Outdoorfotografie mit Helen auf der Burgruine Neideck

Outdoorfotografie mit Helen auf der Burgruine Neideck

Outdoorfotografie mit Helen auf der Burgruine Neideck

Outdoorfotografie mit Helen auf der Burgruine Neideck

Outdoorfotografie mit Helen auf der Burgruine Neideck

Outdoorfotografie mit Helen auf der Burgruine Neideck

Outdoorfotografie mit Helen auf der Burgruine Neideck

Dabei stand – wohl eher schwankte – ein Blitz auf ‘nem Stativ und sorgte für das Hauptlicht von links vorne oben. Je nach Windstärke. Markus hielt den zweiten Blitz von hinten rechts. Ausgelöst wurden sie manuell über Yongnuo Funksender. Die Leistung an den Blitzen hab ich einfach nach „Gefühl“ eingestellt.

Schaut man die Bilder an, stellt man fest, die Neideck hätt’s nicht gebraucht, man sieht sie ja nirgends. Aber völlig egal, ich finde, die Bilder sprechen für sich. Welches gefällt dir am Besten?

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