Kurztrip nach Oberstdorf

Vergangenen Freitag, so gegen fünf, ging es endlich los: das erste Mal nach Oberstdorf im Allgäu, um das Skigebiet Das Höchste zu inspizieren. Wir waren zu dritt. Drei Männer. Die Routenplanung war klar: Bei Schnaittach auf die A9, über die A6 auf die A7 bis Kempten – und dann auf der B12 durch bis Oberstdorf. Deshalb waren wir uns einig: Navi – nö, brauchen wir nicht. Wozu auch. Die Dinger werden völlig überbewertet …

Irgendwann, muss wohl in einer Gesprächspause gewesen sein, fiel uns auf, dass die Autobahn mittlerweile zweispurig hätte sein müssen und eigentlich A6 heißen sollte. Tat sie aber nicht. Wir waren immer noch auf der A9, schon fast auf Höhe Greding.

Irgendwo zwischen München und Kempten

Ups – voll am Kreuz vorbei gekachelt und nicht mal gemerkt. Aber naja, dann halt weiter auf der A9, um München rum und schräg rüber, westwärts, bis wir schließlich in Kempten und etwas später dann auch schon in Oberstdorf ankamen.

Was für ein Wetter

Anfangs war der Himmel bewölkt. Aber während des kurzen Frühstücks verzog sich die Wolkendecke und wir freuten uns auf einen sonnigen Ski-Tag bei blauem Himmel. Ideale Bedingungen für mich, um mal einen Blick auf die Kanzelwand-Talabfahrt zu werfen. Das war mein Plan.

Die Talstation der Kanzelwandbahn in Riezlern

Die Talstation der Kanzelwandbahn in Riezlern

Die Temperaturen waren mit 9° C an der Talstation der Kanzelwandbahn in Riezern vielleicht ein bisschen zu warm. Aber ansonsten traumhaftes Wetter.

Jetzt geht’s los

Um so verwunderlicher war es, weshalb nur die Talabfahrt an der Kanzelwand geöffnet haben sollte. Ist doch alles tiptop. Hier im Tal. Aber egal. Noch schnell Skipässe geholt und ab in die Gondel. Bergwärts.

Die erste Fahrt mit der Kanzelwandbahn

Die erste und letzte Bergfahrt an diesem Tag. Phantastische Lichtstimmung. Aber leider auch zu starker Wind für die Gondeln.

Mit jedem gewonnenen Höhenmeter wurde klar, weshalb nur eine Piste geöffnet war und nur eine Gondel fuhr. Bruder, der Wind. Es schaukelte schon ziemlich, zeitweise blieb die Gondel stehen oder fuhr im Schneckentempo vorwärts. Wegen dem Wetter. Es herrschte Föhn. Der Lift braucht für die Bergfahrt – so ein einheimischer Skifahrer bei uns in der Gondel – bei Vollfahrt ca. 12 Minuten. Wir waren aber ungefähr 25 Minuten unterwegs.

An der Bergstation angekommen, erfuhren wir, dass die Erste auch gleich unsere letzte Abfahrt sein wird, weil die Kanzelwandbahn für heute – witterungsbedingt – schließen muss. Nach dieser Bergfahrt völlig nachvollziehbar.

Einmal ist besser als keinmal

Mein ursprünglicher Plan war es, zu probieren, was so geht, auf der Piste. Sind 4:20 Minuten realistisch für die erste Abfahrt, oder hab ich mich bei meiner Schätzung total vertan? Ich hätte es herausgefunden, wäre die Gondel mehrmals gefahren.

Aber so änderte ich kurzfristig mein Vorhaben. Ich wollte die 4,2 km lieber genießen und hier und da noch ein Bild machen. Schließlich schien die Sonne und es herrschten traumhafte Bedingungen – wäre dieser Wind nicht gewesen.

Schneeverwehungen, irgendwo unterhalb der Kanzelwandbahn

Schneeverwehungen, irgendwo unterhalb der Kanzelwandbahn

Blick auf den Engenkopf von der Bergstation der Kanzelwandbahn

Blick auf den Engenkopf von der Bergstation der Kanzelwandbahn

Blick auf die Kanzelwand

Blick auf die Kanzelwand

Weitblick von Bergstation der Zwerenalpbahn

Weitblick von Bergstation der Zwerenalpbahn

Bergstation der Zwerenalpbahn

Bergstation der Zwerenalpbahn

Blick auf die Bergstation der Kanzelwandbahn und der Zwerenalpbahn

Blick auf die Bergstation der Kanzelwandbahn und der Zwerenalpbahn

Irgendwo im Mittelstück der Kanzelwand-Talabfahrt

Irgendwo im Mittelstück der Kanzelwand-Talabfahrt

Nasse Linse der Fuji X10

Nasse Linse der Fuji X10

Talblick Richtung Riezlern

Talblick Richtung Riezlern

Schneeverwehung auf der Kanzelwand-Talabfahrt

Schneeverwehung auf der Kanzelwand-Talabfahrt

Talblick Richtung Riezlern

Talblick Richtung Riezlern

Talabfahrt an der Kanzelwandbahn

Wunderbare Bedingungen im unteren Drittel der Abfahrt – wenn man von der nassen Linse absieht

Sonnenschein und Sturm. Selbstportrait auf der Kanzelwandabfahrt

Sonnenschein und Sturm. Selbstportrait auf der Kanzelwandabfahrt

Kurz vorm Ziel auf der Kanzelwand-Talabfahrt

Kurz vorm Ziel auf der Kanzelwand-Talabfahrt

Blick auf Oberstdorf

Blick auf Oberstdorf

Die Kanzelwand-Talabfahrt

Ich kannte die Kanzelwand-Talabfahrt bis Freitag nicht. Aber beim ersten Befahren fand ich die Piste ziemlich gut. Knackiger Einstieg, im Mittelteil etwas flacher, bevor es unten noch mal ein klein wenig steiler wird. So zumindest meine Erinnerung nach einmal Fahren.

Insgesamt war ich bei einer aktiven Dauer von 43 Minuten eine Stunde und 12 Minuten unterwegs. Das heißt, ich hab’ wohl so um die 25 Minuten fürs Bildermachen verplempert. In der aktiven Dauer von 43 Minuten sind sowohl Berg- als auch Talfahrt berücksichtigt.

Screenshot aus RubiTrack mit den Daten meiner ersten Kanzelwand-Talabfahrt

Screenshot aus RubiTrack mit den Daten meiner ersten Kanzelwand-Talabfahrt

Ich finde, der Screenshot zeigt das Zeitverhältnis zwischen Berg- und Talfahrt ganz schön. Für die 4,7 km hab ich – bei äußerst gemütlicher Fahrweise 13,01 Minuten gebraucht. Dabei betrug die Durchschnittgeschwindigkeit 9,9 km/h und der Top-Speed lag bei 61 km/h, zumindest laut RubiTrack. So nebenbei: Ich find’s ja schon ziemlich genial, was man mit einem GPS-Sensor in der Uhr, oder im Rucksack oder wo auch immer, alles machen kann.

Wenn ich jetzt einen Tipp abgeben sollte, vermute ich, dass sich bei mir spätestens nach der 3. oder 4. Abfahrt die Oberschenkel ein zu Wort melden werden. Nach der oder 5. oder 6. Abfahrt könnte kann man dann auch mal die Feuerwehr rufen: weil’s brennt.

Aber nichts desto trotz freue ich mich am kommenden Samstag auf die erste Challenge an der Kanzelwand-Talabfahrt und die anderen Challenger.

Gegen den Föhn

Während der Abfahrt habe ich spontan und völlig ungeplant ein bisschen Filmmaterial produziert. Total unvorbereitet. Aber mich faszinierte das Föhnschauspiel am Berg und Bilder würden diesem nicht gerecht werden. Deshalb drehte ich die Fuji X10 einfach in den Videomodus und legte los. Aus der Hand und ohne Schärfekontrolle. Und außerdem war ja noch Sturm. Vielleicht gefällt’s aber trotzdem?

5 Kommentare

    • Hallo Jan,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Freut mich, wenn es dir gefällt. Mir wäre etwas weniger tolles Licht in Kombination mit weniger Wind an diesem Tag allerdings lieber gewesen. Hehe. ;-)

      Viele Grüße
      Christian

  1. Bei der Musik wird der Ausflug ins Allgäu ja richtig episch :) Sieht irgendwie bisschen ungemütlich aus! Brrrr… Habt ihr eigentlich dann Geld zurückbekommen??

    LG,

    Erika

    • Hi Erika,

      das wirkt mit der Musik dramatischer als es war, aber es hat schon ordentlich geblasen – dort oben.
      Das Ding mit der Musikauswahl ist aber auch so eine Sache. Inhaltlich passend und rechtlich sicher – da komm’ ich regelmäßig ins schleudern … ;-)

      Die Bergbahn war absolut kulant. Die Beiden bekamen nahezu den vollen Liftpasspreis zurück. Es wurde lediglich ein Euro abgezogen oder so – und ich hatte ‘nen Bergscout-Pass. ;-)

      Viele Grüße
      Christian

  2. Pingback: Das Höchste – die Bergscout Challenge | Social Media Beratung und Agentur | Tourismuszukunft: Institut für eTourismus

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