Angetestet: CEP Ski Thermo Socks

Angetestet: CEP Ski Thermo Socks

Angetestet: CEP Ski Thermo Socks

Während des Starts in die neue Wintersaison, mein persönlicher Start in die Saison, hatte ich auch gleich Gelegenheit, die neuen Ski Thermo Socks des oberfränkischen Herstellers CEP zu testen, welche mir schon vor einigen Wochen zugesandt worden sind.

Ich war wirklich gespannt auf das Thermo-Modell, zumal ich schon das Vor-Vor-Jahresmodell, damals unter dem Namen CEP Skiing Compression Socks und ohne Thermo auf dem Markt, besaß und auf die Veränderungen bzw. und Weiterentwicklungen neugierig war.

Schnitt, Passform und Aussehen der CEP Ski Thermo Socks

In meinen Augen sehen die CEP Ski Thermo Socks auf den ersten Blick aus, wie ganz gewöhnliche Ski-Socken. Sie enden ebenfalls kurz unterhalb des Knies, sind also länger als der Schaft des Skistiefels. Zusammen mit einem 3/4 langen Base-Layer werden damit unnötige Falten innerhalb des Stiefels vermieden, die später zu Druckstellen oder sogar Schmerzen während des Skifahrens führen könnten. Wie gesagt, genau wie bei herkömmlichen Ski-Socken.

Idealer Übergang zwischen Baselayer und Ski-Socken außerhalb des Stiefels

Idealer Übergang zwischen Base-Layer und Ski-Socken außerhalb des Stiefels (kann man auch andersrum machen)

Bevor ich die Socken zugeschickt bekommen habe, musste ich neben dem Farbwunsch, es gibt sie in Blau, Grau und Magenta (also Pink) auch meinen Wadenumfang angeben. Nach meiner Schuhgröße wurde hingegen überhaupt nicht gefragt.

Was im ersten Moment etwas merkwürdig klingt, ist bei näherer Betrachtung aber ziemlich logisch: Die CEP Ski Thermo Socks sind keine gewöhnlichen Ski-Socken, vielmehr sind es Kompressionssocken, angepasst an die Bedürfnisse des Skifahrers.

Kompression ist in diesem Fall nichts anderes wie sanfter, definierter Druck auf das Bein, genauer, die Wade. Deshalb richtet sich die Wahl der Größe, und damit die Kompression, nach dem Wadenumfang.

Dabei kommt nicht irgendeine Kompressionstechnologie zum Einsatz, sondern die medi compression Technologie (hier geht’s zum Video über medi compression) des Mutterkonzerns medi, Hightech-Manufaktur und führendes Unternehmen im Gesundheitsmarkt.

Ich finde, alleine das klingt schon spannend. Aber ich bin auch immer sehr, sehr leicht für funktionale Textilien, egal in welcher Weise, zu begeistern.

Die CEP Ski Thermo Socks im Einsatz

Bei der Verwendung der Kompressionssocken sollte man eventuell zwei Minuten mehr Zeit beim Anziehen mitbringen. Das kann nämlich eine ziemliche Fummelei werden, bis die Socken so sitzen, wie sie sollen und nichts mehr verdreht ist. Ob was verdreht ist, kann man aber sehr gut am Muster erkennen. Manchmal klappt das Anziehen aber auch ziemlich zügig. Ist scheinbar ein bisschen tagesform-abhängig, zumindest bei mir.

Nachdem ich das erste Mal mit den CEP Socken meine Skistiefel angezogen habe, war ich ziemlich verwundert. Ein völlig anderes, angenehmeres Trage-Gefühl. Ziemlich schwierig zu beschreiben, aber deutlich besser, oder direkter, als mit herkömmlichen Socken. Hätte ich so nicht für möglich gehalten. Allerdings möchte ich nicht soweit gehen und behaupten, dass man damit besser Ski fährt. Eher so: Man fährt wie man fährt, nur mit einem besseren Gefühl – und das ist doch auch schon was.

medi compression in den CEP Socken

Durch die Kompression in den Waden soll die Durchblutung gesteigert werden, was zu Folge haben soll, dass diese nicht so schnell ermüden, was indirekt zu einer Leistungssteigerung, aber auch schnelleren Regeneration führt.

Hmm, naja, in wie weit das funktioniert und für den Freizeitsport relevant ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Obwohl, wenn ich vier Tage Skifahren bin, und auch vier Tage voll Skifahren kann, weil ich fit bleibe, und sich die Ermüdungserscheinungen in Grenzen halten: ein durchaus angenehmer Gedanke.

In der Praxis: Ich fand es wirklich sehr schwierig, die durch die Kompressionstechnologie gemachten Versprechen in Hinblick auf mehr Leistung und schnellere Regeneration objektiv zu überprüfen. Dafür ist die Komponente „Tagesform“ bei mir viel zu variabel. Subjektiv würde ich aber zustimmen. Ich fühlte mich besser, war abends nicht so schlapp und am Folgetag auch fiter.

Vergleich zum Vorgänger

Im direkten Vergleich zum Vorgänger konnte ich in Sachen Kompression – subjektiv – keinen Unterschied feststellen. Das Trage-Gefühl war annähernd ähnlich. Allerdings merkt man beim neuen Modell das Thermo im Namen schon ganz deutlich. Dieses fühlt sich viel dickwandiger und flauschiger an, ohne dabei wirklich aufzutragen. In wieweit das zu wärmeren Füßen führt, kann ich leider nicht beurteilen, da es mich ganz selten an den Füßen friert. Weiter soll auch die durch Kompression gesteigerte Durchblutung in den Füßen einen Beitrag gegen kalte Füße leisten.

Die CEP Skiing Compression Socks (links, grün) im Vergleich mit den neuen CEP Ski Thermo Socks (rechts, grau) im Vergleich

Die CEP Skiing Compression Socks (links, grün) im Vergleich mit den neuen CEP Ski Thermo Socks (rechts, grau) im Vergleich

Scheinbar hat sich auch die Strick-Methode verändert, denn die neuen Socken machen auf mich einen allgemein festeren Eindruck.

Verarbeitung der Ski Thermo Socks

Hier hatte ich überhaupt nichts zu beanstanden. Das Produkt wirkte solide, nirgends waren lose Fäden oder ähnliches zu finden. Ganz im Gegenteil – und es schlug meine Begeisterung für funktionale Textilien wieder voll durch.

Ich bin fasziniert von der „Konstruktion“ der Socken. Diese sind an Ferse, Knöchel und Schienbein, den wohl am meisten beanspruchten Stellen im Skistiefel, ziemlich engmaschig und stabil gestrickt. So würde ich das zumindest als Laie ausdrücken. Am Fußspann ist der Strick gesteppt, was wahrscheinlich der Passform zuträglich ist. Im Wadenbereich ist der Strick etwas lockerer und mit Waben durchsetzt. Die Funktion selbiger blieb mir leider verschlossen.

Lange habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen, wie ich die CEP Socken fotografisch natürlich in Szene setzten könnte, ohne das es albern oder zu gestellt wirkt. Die Lösung brachte die Location, ein Zimmer mit Stockbett in der Dresdner Hütte im Stubaital, dann aber ganz von alleine.

Vielen Dank an dieser Stelle auch an Blogger- und Fotografenkollege Christian Horn aka Lucky vom synczeit.de Blog für die Bilder und das Fotografieren. Da wir aber eigentlich zwecks Schneesport und nur mit je einem Rucksack unterwegs waren, hatten wir auch nur minimalstes Equipment, eine Sony DSC RX100, eine Fuji X-E1 mit 35 mm Objektiv und keine externen Blitze zur Verfügung. Als Gegenlicht für die Closeups, die die Strickdetails zeigen sollten, hatte ich zum Glück noch ein iPad im Rucksack. Mit einem weißen Screen war das iPad eine optimale Notlichtquelle. Ich finde, für das Equipment sind die Bilder in dem dunklen Zimmer doch schon ziemlich super geworden.

Fazit

Ich war/bin mit den Socken sehr zufrieden und würde sie ohne weiteres und mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Natürlich kann man hier „nur“ von Socken sprechen und hat Recht. Ich finde aber, man könnte auch von textilem High-Tech am Fuß sprechen – und hat ebenfalls Recht. Hehe.

Daneben verwende ich die CEP Kompression Socks beispielsweise auch bei längeren Autofahrten oder bei längeren Fotografen-Einsätzen, wie zum Beispiel bei ganztägigen Reportagen auf Hochzeiten. Hier ist die Wirkung, – natürlich subjektiv – deutlich spürbarer als beim Skifahren.

Anmerkung zum Ding mit der Unabhängigkeitsklausel und der Glaubwürdigkeit: Mir wurden die hier beschriebenen CEP Ski Thermo Socks kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auch darf ich diese behalten, d.h. zumindest gebe ich sie nicht mehr her. Daneben habe ich aber auch schon seit fast zwei Jahren die oben angesprochenen Vorgänger, die CEP Skiing Compression Socks im Einsatz, außerdem noch CEP Bike Socks und CEP Short Socks. Alle diese Socken habe ich mir ganz regulär im Handel gekauft. Aus Überzeugung. Wahrscheinlich floss auch meine Erfahrung im Umgang mit diesen Produkten in den Artikel mit ein.

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